Hier sind Sie richtig, wenn Sie spezielle Informationen über eine Stadt besonderen Zuschnitts suchen: Bei "Alsdorf für Insider", Udo Foersters privatem Internet-Tagebuch, das am 6. Juli 2008 mit dem Eintrag "Tschö, wa..." vorläufig endet. Denn ich habe beschlossen, mich nun anderen, ebenfalls sehr spannenden Themen zuzuwenden.
Das Foto (links) zeigt den für mich schönsten Platz in Halden City - unseren Garten, meinen Liegestuhl und den Jani, der neben seiner vierbeinigen Freundin Loli aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist.
Die schönen "Alsdorf für Insider"-Postkarten von 2007 und 2008, die nicht nur in Alsdorf selbst ihre Kreise ziehen, produzierte die Druckerei Erdtmann in Herzogenrath, für "Alsdorf für Insider" - exklusiv und kostenfrei. Herzlichen Dank, lieber Herr Erdtmann.
Doch zurück zum Thema: Alsdorf ist ein ehemaliger Zechenstandort im westlichsten Westen Nordrhein-Westfalens. Eine ehemals ambitionierte Stadt, die mit dem Start des Musicals "Gaudi" im Mai 1995 bundesweit für Furore sorgte. Und wenig später - nach nur 411 Aufführungen - die Abwanderung des Unterhaltungszirkus ins rund 60 Kilometer entfernte Köln erleben musste. Oder die Sache mit dem Euregio-Filmpreis. Eine Auszeichnung, die nur zweimal - 2003 und 2004 - im Alsdorfer Cinetower, dem örtlichen Kinopark neben dem Rathaus, verliehen wurde.
So sieht's aus. Jedenfalls: Alsdorf, liebevoll auch Halden City genannt, ist meine Heimatstadt. 1,6 Quadratkilometer, rund fünf Prozent des Stadtgebiets sind mit Abraumhalden aus der Bergbauzeit bedeckt. Gerne gewährte ich Ihnen in meinem Tagebuch bis zum 6. Juli 2008 jeden Sonntag aktuell einige ganz persönliche Einblicke in das Geschehen dieser eigentümlichen, doch auch recht liebenswerten Stadt. Allen Besuchern dieser Seite sei verraten, dass die vorliegende Darstellung das eine oder andere satirische Element enthält...
Die Themen im Überblick:
"Die Zeit der Streicheleinheiten ist vorbei" - so lautet der Titel einer aktuellen Stellungnahme des Vorstands der Bürgerinitiative Alsdorf Ofden (Foto) nach dem Auftritt von Baudezernent Harald Richter in der Lokalpresse. „Wenn die Bürgerinitiative der Verwaltung unterstellt, gegen die Bürger zu arbeiten, dann ist das unverschämt“, hatte er posaunt. Ein Faustschlag ins Gesicht der sach- und dialogorientierten Bürgervertreter um Thomas Bindels (unten rechts), der bereits im Tagebuch die Position der inzwischen über 150 Ofdener Haushalte vertretenden Initiative in Sachen Kanalsanierung erläuterte. Doch nicht die Bürger haben, meiner Ansicht nach, den schwarzen Peter, es sind Vertreter der Verwaltung, allen voran Richter selbst, die durch uneinsichtiges Verhalten den Konflikt eskalieren lassen. Lesen Sie in den Tagebucheinträgen "Die Bürger sprechen" sowie „Alsdörper Disease“ mehr zum Thema.
Der Kanal ist voll: Nachdem die Gespräche von Ofdener Bürgern mit Vertretern der Stadtverwaltung kaum Ergebnisse brachten, entschlossen sich die Ofdener zur Gründung einer Bürgerinitiative. Nach wenigen Tagen nur zählt diese mehr als 130 Mitglieder, wobei jedes Mitglied einen Ofdener Haushalt repräsentiert. Nicht ohne Grund: Denn das Procedere, wie die Verantwortlichen bei der Stadt Alsdorf das Thema "Kanalsanierung" in Ofden angehen, wirft zahlreiche, unter anderem juristische Fragen auf. "Wir sind nicht gegen die Kanalsanierung", betont Thomas Bindels (Foto), Vorsitzender der Bürgerinitiative: "Allerdings werden durch die zeitlichen Vorgaben sowie die extrem hohen Kosten, die auf die Haushalte zukommen, die Bürger außerordentlich belastet und manche sogar existenziell bedroht." So gehe man seitens der Verwaltung von 750,00 Euro Sanierungskosten pro laufendem Kanal-Meter auf privatem Grund aus. Sind zehn Meter zu sanieren, wären schon 7.500,00 Euro fällig. Die Frage stellt sich: Wer hat die entsprechende Summe schon auf dem Konto herumliegen, um sie mal eben an die Verwaltung beziehungsweise den Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Alsdorf zu überweisen?
Aus gegebenem Anlass traf sich "Alsdorf für Insider" zu einem Gespräch mit Thomas Bindels, der im Interview ausführlich die Position der Ofdener Bürger darlegt - im Tagebuch zu finden unter dem Titel "Kanalsanierung". Übrigens: In jedem Fall lohnt es sich, die Ofdener Bürger in ihrem Engagement zu unterstützen. Denn auch in Busch und Zopp soll demnächst gebuddelt werden. In einem weiteren Tagebucheintrag geht's darüber hinaus um zwei aktuelle Alsdorfer Öko-Themen.
Sportliches Highlight: Der Taekwondo- Club Alsdorf e. V. richtet seit Jahren das zweite Nachwuchsturnier der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU) aus. So auch am kommenden Samstag, den 7. Juni. Ab 9:00 Uhr findet das Turnier in der Sporthalle der Gesamtschule, Am Klött 1, in Alsdorf statt. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,00 Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro. Jährlich gibt es in Nordrhein-Westfalen nur zwei Turniere dieser Art – ausgetragen in Wuppertal und in Alsdorf. „Wir erwarten rund 450 Sportler aus ganz NRW“, betont Heinz-Josef Pütz, zweiter Vorsitzender des Vereins. Angekündigt ist der überregional bedeutende Sport-Event als so genanntes Formen-Turnier. Erfahren Sie mehr hierzu im Tagebuch unter "Taekwondo".
Der Baggerrollt, die Schutthaufen lichten sich: Nachdem der Alsdorfer Unternehmer Franz Plum im Februar 2008 für 46.000 Euro die Rot-Ruine an der Eschweilerstraße im Zuge einer Zwangsversteigerung erworben hat, sind jetzt die ersten Sanierungsarbeiten im Gange - fotografisch festgehalten von Wolfgang Tribbels aus Schaufenberg. Obwohl sich an dieser Stelle alles zum Guten wendet, scheint an anderer Stelle Handlungsbedarf. Zwei weitere Objekte, ebenfalls gelegen auf Alsdorfer Territorium, werfen noch einige Fragen auf. Unter dem Titel "Traum-Immobilien" seien beide Liegenschaften im Tagebuch aktuell einmal vorgestellt.
"Die Postkarten gehen weg wie geschnitten Brot", sagt Nico Hafran, Mitinhaber des Kim-Store in Alsdorf-Mitte (Foto). Ja, seit 14. April verschenkt "Alsdorf für Insider" anlässlich des zweijährigen Online-Jubiläums 3.000 Postkarten an Alsdorfer Bürger. Diese, aufwändig produziert und gesponsert von der Druckerei Erdtmann, Herzogenrath, sind bei vier autorisierten "Alsdorf für Insider"-Partnern kostenfrei erhältlich. Erfahren Sie im aktuellen Tagebucheintrag "Gruß aus Alsdorf" mehr über den Run auf die Karten, die Luftaufnahmen aller fünf großen Alsdorfer Halden zeigen. Denn nicht ohne Grund ist "Halden City" nun einmal "Halden City"...
Es ist zum Mäuse melken: In diesen Tagen, genauer gesagt am 16. Mai, sollte es in Alsdorf starten: das Musical "Casino Pique Dame". Da sich das Publikumsinteresse offenbar in Grenzen hielt, verzichtete man auf die Show. Stattdessen versuchten die Reps unsere schöne Stadthalle als Veranstaltungsort zu nutzen. Ja, irgendwie scheint der Wurm drin zu sein in dieser ganzen Nummer: Statt Unterhaltung für Senioren Propaganda von rechts außen - gruselig. Zum Glück haben die Sozis im Stadtrat genauer hingeschaut, das Schlimmste gerade noch abgebogen und die Braunen nicht zum Zuge kommen lassen. Doch: Warum hat unser Hallenmanagement den Braten nicht gerochen? Angesichts der nicht wirklich glücklichen Lage, glaube ich nun, dass wir Beistand von ganz woanders her benötigen. Genau: von ganz woanders her. "Madonna, hilf!", rufe ich daher aus und verweise zugleich auf den aktuellen Tagebucheintrag.
Haarsträubendes aus Halden City: Christiane Kunze (Foto, l.) und Regina Rathmann (r.) sind Elternvertreterinnen im Städtischen Kindergarten Anna-Park am Willy-Brandt-Ring (Hintergrund) in Alsdorf Mitte. Da die benachbarte Robert-Koch-Straße auf dem Weg zum Kindergarten von zahlreichen rücksichtslosen Reserve-Schumis als Rennstrecke genutzt wird, plädieren die beiden für die Einrichtung eines Tempo-30-Bereichs in der Robert-Koch-Straße. Doch als sie ihr Anliegen in einer so genannten "Bürgersprechstunde" mit Vertretern der Stadtverwaltung diskutieren wollten, erlebten sie ihr blaues Wunder. Nicht nur, dass ihre Argumente vom Tisch gefegt wurden. Man machte sich auch noch über die beiden Mütter, denen das Wohl aller Kinder im Städtischen Kindergarten am Herzen liegt, lustig. In einem Leserbrief hat Christiane Kunze ihre Eindrücke für's Tagebuch zusammengefasst.
Offenbar sind sie vorbei: die großen Tage des Musicals. Leider hat man schon zu Beginn des Booms dieses Unterhaltungsgenres ab Mitte der 90er in Alsdorf in dieser Angelegenheit eher durchwachsene Erfahrungen machen müssen. Nach dem letzten Vorhang von Gaudí in der "Euro Musical Hall", der heutigen Stadthalle (Foto), wagte man mit der Sing- und Tanztheatergurke "Just one World" 1997 einen weiteren Versuch, der schon nach wenigen Wochen kläglich scheiterte. Eine mehr als zehnjährige weitgehende Musical-Abstinenz folgte. Bis in die heutigen Tage. Denn im Mai sollte - zunächst mit 21 Vorstellungen - die Show "Casino Pique Dame" über die Bühne gehen. Doch die Nummer kam erst gar nicht aus den Startlöchern. Aber es kommt noch dicker. Mehr dazu ab jetzt im Tagebüchlein unter "Casino Pik Sieben".
Fast auf den Taggenau: Zwei Jahre ist es her, dass "Alsdorf für Insider" das Licht der virtuellen Welt erblickte. Aus diesem Anlass verschenke ich dank freundlicher Unterstützung der Druckerei Erdtmann - wie im Vorjahr zum einjährigen Jubiläum - hochwertige Postkarten. Diese zeigen die schöne Seite Alsdorfs - mit den zum Teil komplett von dichter Vegetation bedeckten Halden (Foto). Wie und wo Sie, liebe Freunde, geneigte Leser, sich die Karten sichern können, erfahren Sie im entsprechenden Tagebucheintrag.
Es ist alles nicht leicht: Und immer geht es um das liebe Geld. Wenn man's hat, gibt man's schnell wieder aus. Und wenn keins mehr da, dann ist das Gejammer, an das wir uns in Halden City leider mehr oder weniger schon gewöhnt haben, groß. Obwohl ich weiß, dass Privatinitiative in dieser Stadt nicht viel bringt, will ich dennoch versuchen, ein wenig auf eigene Faust zu unternehmen. Ob's mir gelingt? Keine Ahnung. Jedenfalls: Im aktuellen Tagebucheintrag erfahren Sie mehr. Der Tagebucheintrag jedenfalls ist einer berühmten Persönlichkeit gewidmet: Warren Buffet, dem reichsten Mann der Welt, dessen Privatvermögen noch etwas größer ist ist als jenes von Microsoft-Gründer Bill Gates.