2006 war für Alsdorf und die Alsdorfer ein recht aufregendes Jahr. Während das offizielle Alsdorf die Errichtung zweier, aus meiner Sicht, überdimensionierter Bushaltestellen am Anna-Park sowie in Mariadorf feiert, beschäftigt sich "Alsdorf für Insider" mehr mit den Interessen der Bürger. So brachte der Spitzenbeschluss von Rat und Verwaltung, Friedhöfe in vier kleineren Alsdorfer Stadtteilen schließen zu wollen, die Einwohner erst auf die Palme und später auf die Barrikaden. Am Jahresende drehten sich jene Volksvertreter, die noch im August für die Schließung der Anlagen votierten, um 180 Grad. Vom Saulus zum Paulus mutiert beschlossen sie flugs, die Friedhöfe nun doch zu erhalten. Na also. Und der Gesichtsverlust ob des plötzlichen Gesinnungswandels? Macht nichts. Getreu der unter Kommunalpolitikern zuweilen weit verbreiteten Überzeugung, das Kurzzeitgedächtnis des Wählers reiche ohnehin nur vier Wochen. Doch wozu gibt es "Alsdorf für Insider"? Im Tagebuch kann man - hoffentlich - noch in ein paar Jahren nachlesen, was sich hier im Laufe der Zeit so alles ereignet hat.
Übrigens: Wenn Sie "Alsdorf für Insider" noch nicht kennen, empfehle ich Ihnen zur Einstimmung die Tagebucheinträge "Miami liegt bei Aachen", "Mars macht mobil" sowie "Globalisierung rückwärts". Auch wenn der erste Eindruck verwirrend sein mag, er ist in jedem Fall zutreffend.