Ein kleiner Bericht in der "Aachener Zeitung" zog diese Tage meine Aufmerksamkeit auf sich. In der Mittwochsausgabe auf der ersten Nordkreis-Lokalseite fand sich nämlich ein kleiner Zweispalter mit dem Titel „Wiese am Bordstein“. Berthold Strauch, Leiter der Alsdorfer Lokalredaktion, beklagt darin den Pflegemangel, insbesondere entlang der Eschweiler Straße von Alsdorf nach Mariadorf. „Hier sprießt es so kräftig aus Bordsteinritzen, dass eine Mähaktion einem Landwirt fast den Heuwagen füllen könnte. Da besteht also dringend Handlungsbedarf - wer auch immer zuständig ist…“, schreibt der Redakteur nicht ohne Ironie. Da ich mir selbst an Ort und Stelle über das „Begleitgrün“ am Straßenrand ein Bild machen wollte, brach ich auf, um ein paar Fotos - wie dieses hier beispielsweise - zu schießen. Denn die Bordstein-Biotope im Zentrum der Stadt sind auch dem Anna-Park-Lenkungsgruppenchef Hans-Dieter Collinet ein Dorn im Auge, wie ich in der vergangenen Woche im Tagebucheintrag "Schelte aus Düsseldorf" notieren konnte.
Da ich im Ortsteil Begau lebe und früher in Mariadorf gewohnt habe, beschloss ich, am Dreieck Halt zu machen, um mich auch dort umzusehen. Und was geschah? Ich erlebte mein blaues beziehungsweise grünes Wunder - im wahrsten Sinne des Wortes. Und nicht nur das: Unser „Bärbelchen“, den Mariadorfern ans Herz gewachsene Symbolfigur des kleinen Platzes, ist in einem bedauernswürdigen Zustand: Unkraut und Müll prägen das Bild. Da habe ich doch direkt einige Fotos geschossen, die ich in einem kleinen Bilderbogen kurz kommentiert präsentieren möchte. Denn auch für das Dreieck gilt meine oft zitierte, und leider immer wieder zutreffende Zustandsbeschreibung: Es vergammelt, verfällt, verrottet und verkommt in Halden City.
Hier nun - wie angekündigt - aktuelle Impressionen vom Dreieck in Mariadorf:
Gleich neben dem "Bärbelchen" ist auch unter der Info-Tafel der CDU das Unkraut auf dem Vormarsch.
Es grünt so grün: Selbstverständlich auch unter dem Stadtplan sowie vor einem ehemaligen Blumenkübel, in dem nun das Unkraut sprießt.
Uuups, was ist denn das? Ein Mülleimer, auf dem die Stadt Alsdorf die Bürger auffordert: Sauber bleiben. Da die Verantwortlichen in der City Hall selbst mit schlechtem Beispiel voran gehen und das Plätzchen hier verkommen lassen, wundert's kaum, dass die Bürger keinen Bock auf Sauberkeit haben.
In Alsdorfs nördlicher Nachbarkommune Baesweiler begrüßen im Frühjahr Narzissen am Straßenrand den Besucher. Und in Halden City? Wir haben zwar Hochsommer, aber Laub aus dem Vorjahr und frischer Löwenzahn bilden hier einen eigentümlichen Kontrast.
Dasselbe an dieser Stelle. Man fragt sich, ob sich 2007 überhaupt schon jemand im Auftrag der Stadt Alsdorf die Anlagen hier einmal angeschaut hat.
Ich erinnere mich noch gut: Früher wuchsen blühende Stauden in den Betonkübeln. Und heute?
Über dieses Teil habe ich mich auch gewundert. Offenbar befand sich an dieser Stelle einmal ein Bäumchen. Heute prägen Unkraut und Müll das Bild.
Laub und Löwenzahn bringen's hier ebenfalls an den Tag: Auch an dieser Stelle ist offenbar seit vielen, vielen Monaten niemand mehr mit dem Besen vorbei gekommen.
Auf dem Parkplatz dasselbe: Aus den Fugen sprießt das Grün.
Bordstein-Biotop der klassischen Art: Da sich offensichtlich niemand für das Abtransportieren von Laub im Herbst verantwortlich fühlt, gedeiht wildes Grün auf einem Haufen zerfallenden Blattwerks am Ende eines Parkstreifens.
Willkommen am Dreieck: Diesteln und Löwenzahn an dieser Verkehrsinsel begrüßen den Autofahrer in Mariadorf.